BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.

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Kindergipfel

Die Idee des Kindergifpels

Angefangen hat alles 1991...

Die Kinder haben doch keine Ahnung. Die werden doch von Ihren Lehrern zum demonstrieren geschickt." Solche Sätze waren Anfang 1991 zu hören, als tausende von Schülern und Schülerinnen auf die Straße gingen, um gegen den Golfkrieg zu demonstrieren. Die Redakteure der Zeitschrift natur hatten jedoch andere Erfahrungen gemacht. Waren es doch häufig die Kinder, die den Eltern in Sachen Umweltbewußtsein den Weg wiesen.

Es war an der Zeit, auch die Kinder einmal zu fragen, welche Wünsche und Visionen sie zum Thema Umwelt & Zukunft haben. Nicht zuletzt, um zu zeigen, daß Kinder durchaus eine eigene Meinung haben. Die Reaktion auf den Aufruf im natur-Magazin zeigte, daß dies richtig war: 5000 Briefe und Bilder von Kindern überfluteten die Redaktionsflure.

Die Idee des natur-Kindergipfels war geboren. Kinder haben viel zu sagen, Kinder begreifen durchaus, was um sie herum passiert. Sie haben ernstzunehmende Angst, aber auch tolle Visionen. Junge Menschen haben gute Ideen, die es würdig sind, gehört zu werden. Es ist die Pflicht der Erwachsenen, ihnen wenigsten einmal zuzuhören:,,Kinder reden - Erwachsene hören zu" war der Leitsatz, unter dem sich 600 Kinder auf dem Paulsplatz in Frankfurt trafen, um in 10 Diskussionsgruppen über Themen wie Umwelt, Zukunft und Rechte der Kinder zu reden.

Zum ersten Mal hatten die Kinder Gelegenheit, Politiker und Manager zu treffen, die heute die Macht haben. über die Zukunft der Kinder zu entscheiden. In Workshops, öffentlichen Diskussionsrunden und Spielen zum Thema Umwelt & Zukunft machten die Kinder unter Mithilfe von Experten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, daß die Erwachsenen mehr Rücksicht auf die Zukunft der jungen Generation nehmen müssen. Die Prominenten aus Wirtschaft und Politik versprachen, sich für die Forderungen der Kinder einzusetzen. Der erste Generationenvertrag wurde in der Frankfurter Paulskirche 1991 von Kindern und Erwachsenen unterzeichnet.

Was nun wirklich aus den Versprechungen wurde, stellte sich ein Jahr später heraus, als Münchner Kinder kontrollierten, was die Unterzeichner des Vertrags tatsächlich für die Anliegen der Kinder getan hatten. Die Kinder und Jugendlichen gaben den Prominenten aus Wirtschaft und Politik Noten für Ihren Einsatz. Die Zeugnisse wurden schließlich im natur-Magazin veröffentlicht: Ein paar Erwachsene hatten wirklich etwas getan und wurden dafür mit einer guten Zensur belohnt. Andere nahmen ihr Versprechen weniger ernst: Sie mußten mit einer schlechten Note dafür bezahlen.

Kinder sind nicht so streng wie ihre Lehrer: Versetzt haben sie bisher jeden und alle "Promis" durften auch zum nächsten natur-Kindergipfel wieder kommen, denn Kinder reagieren am Ende moderat: Sie gestehen den Erwachsenen Zeit zum Umdenken zu.

Der Kindergipfel ist ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands


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aktualisiert:  01.07.2007 20:01 Uhr  

 
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